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Montag, 11.12.2017

Wie schütze ich mich vor Werbe-Emails (SPAM)?

Als SPAM bezeichnet man massenhafte, unverlangt zugesandte Werbe-Emails, z.B. für Viagra. Zuweilen werden diese auch als "Junk" bezeichnet.

Zwar filtern moderne Mailserver und Email-Programme SPAM einigermaßen aus, so dass Sie als Nutzer nicht allzu sehr darunter leiden müssen. Aber SPAM-Mails...

  • verursachen einen erheblichen Datenverkehr und belasten Datenleitungen und Mailserver
  • verzögern dadurch den Email-Versand und Internet-Geschwindigkeit für alle
  • zwingen die Internet-Anbieter, höhere Kapazitäten vorzuhalten
  • verschwenden Arbeitszeit zur Weiterentwicklung von Anti-SPAM-Filtern und Maßnahmen
  • machen das Internet teuer, denn die Kosten werden über die Tarife an Sie als Nutzer weitergegeben

Daher ist es am besten, seine Email-Adresse gleich von Anfang an gegen SPAM zu schützen.

Einfache Regeln zum Schutz meiner Email-Adresse

Nutzen Sie öffentliche und "vertrauliche" Email-Adressen

  • Trennen Sie zwischen privat und beruflich: Nutzen sie für jeden Zweck eine eigene Adresse.
  • Betrachten Sie Ihre Haupt-Email-Adressen ab sofort als "vertraulich", die nur einem bestimmten Benutzerkreis (Kunden, Freunde, Geschäftspartner) bekannt gegeben werden darf.
  • Legen Sie sich eine (oder mehrere) öffentliche Email-Adressen an, die mit SPAM überflutet werden dürfen und die Sie von Zeit zu Zeit löschen und ändern. (Sie können Ihren Webmaster darum bitten oder kostenlose Adressen wie z.B. web.de, gmx, yahoo oder google-mail nutzen). Wegwerfadressen bietet z.B. SpamGourmet.

Umgang mit Hauptadressen

  • Niemals im Klartext auf einer Internet-Seite angeben! Weder auf Ihrer eigenen noch auf einer Firmenseite. Auch nicht in der Form "postfach(at)adresse.de", sondern nur mit einem modernen Verschlüsselungsverfahren.
  • Bitten Sie auch Geschäftspartner usw. darum.
  • Nur mit dem Vermerk weitergeben, dass diese Adresse nicht im Internet veröffentlicht werden darf.
  • Bestellen Sie niemals Newsletter, Mailinglisten oder Infodienste auf diese Email-Adresse.
  • Benutzen Sie diese Email-Adresse niemals für Bestellungen im Internet
  • Sagen Sie Freunden und Bekannten, dass Sie keine Rund-Emails haben wollen, sondern nur "handgeschriebene". Auch keine Kettenbriefe, Spendenaufrufe etc., egal wie gut sie gemeint sind.
  • Versenden Sie von dieser Adresse niemals Rundbriefe.
  • Tragen Sie diese Adresse nicht in Ihrem Browser (Internet Explorer, Firefox, Safari) in den Benutzerinformatonen ein.
  • Benutzen Sie diese Adresse nicht in PDF-Dokumenten.
  • Nennen Sie diese Adresse nicht in Dokumenten, die Sie über das Internet verschicken oder zum Download anbieten.

Allgemeine Regeln

  • Senden Sie niemals Kettenbriefe, Spenden-/ Aktionsaufrufe oder Virenwarnungen weiter. Diese sind in aller Regel gefälscht (HOAX) und können SPAM-Versendern zum heimlichen Sammeln von Adressen dienen.
  • Das gleiche gilt für Witze, lustige Bilder, erhebende Geschichten, Mantras.... auch so etwas weder weiterleiten noch von anderen akzeptieren.
  • Wenn Sie doch jemand auf so etwas hinweisen möchten, dann schicken Sie nicht die Mail mit einem Anhang weiter, sondern nur einen Hinweis auf einen Link im Internet, wo sich der Empfänger bei Interesse das Original anschauen kann.
  • Benutzen Sie nicht Microsoft Outlook-Express, da dieses Programm sehr häufig von SPAM-Versendern durch Trojaner ferngesteuert wird. Durch eine harmlose aussehende Email an Sie kann er sich heimlich von Outlook Express Ihr Adressbuch zusenden lassen.
  • Antworten Sie nicht auf SPAM-Emails, besonders wenn darin steht "Wenn Sie keine Emails erhalten wollen, klicken Sie auf folgenden Link oder senden Sie eine Email an....". Gerade dann weiß der Versender ja, dass diese Adresse tatsächlich existiert und gelesen wird und wird noch mehr Werbung schicken.

Eigene Rundmails versenden

Vielleicht möchten Sie aber doch gerne Rundmails versenden oder müssen das aus beruflichen Gründen tun. Dann beachten Sie bitte folgende Regeln der "Netikette":

  • Tragen Sie in das AN: - oder TO:-Feld keine oder nur Ihre eigene öffentliche Adresse ein
  • Benutzen Sie nicht das Kopie_an- oder CC:-Feld.
  • Die Adressen der Empfänger kommen in das BCC:-Feld - hier bleiben sie unsichtbar.

Benutzen Sie als Absender nicht Ihre Hauptadresse, sondern eine andere! Es kann nämlich sein, dass Ihre Adresse von Mailservern zukünftig als SPAM-Versender eingestuft wird.

Wenn Sie häufiger Rundmails versenden müssen, benutzen deswegen besser eine Mailingliste.